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DER WEG ZUR STANDESBEZEICHNUNG „INGENIEUR“

Die Grundlage für die Verleihung des Ingenieurtitels - der Berechtigung zur Führung der Standesbezeichnung „Ingenieur“ - ist das „Ingenieurgesetz 2006“. Dort steht im § 2:
„(1) Die Berechtigung zur Führung der Standesbezeichnung ‚Ingenieur’ ist Personen zu verleihen, die
1.a) die Reife- und Diplomprüfung nach dem Lehrplan inländischer höherer technischer und gewerblicher oder höherer land- und forstwirtschaftlicher Lehranstalten erfolgreich abgelegt haben.“
Wie daraus ersichtlich, ist diese Berechtigung nicht einfach durch Ersitzen - Absitzen einer Zeitspanne - zu erwerben, sondern nur durch Nachweis zusätzlicher, durch Erfahrung erworbener Kenntnisse auf einem Fachgebiet der Ingenieurausbildung.
Der Titelwerber/die Titelwerberin muss die Verleihung des Ingenieurtitels beim zuständigen Ministerium beantragen. Bei Erfüllung aller Voraussetzungen wird die Verleihung dieser Berechtigung durch den zuständigen Bundesminister beurkundet.
Zuständig sind für die Absolventen einer HTL der Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend, und für Antragsteller, die eine land- und forstwirtschaftliche Ausbildung geltend machen, der Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.
Derzeit sind neben dem Ansuchen folgende weitere Unterlagen notwendig:

Nachweis der Identität

  • Geburtsurkunde, gegebenenfalls Promotions- bzw. Sponsionsurkunde
  • Nachweis allfälliger Namensänderungen (Heiratsurkunde)
  • Nachweis über Präsenz-/Zivildienst
  • Reife- und Diplomprüfungszeugnis
  • Nachweis der Praxis: z. B. Dienstzeugnis, Tätigkeitsbeschreibung (datiert, vom Arbeitgeber unterzeichnet)

In der Praxis ist allerdings jeder Fall individuell zu beurteilen – meistens tauchen viele Fragen auf, die zu beantworten sind; dies beginnt bei der Entrichtung von Gebühren und Abgaben oder beim Nachweis der Praxis.

Im Rahmen seines Serviceprogramms unterstützt der VÖI seine Mitglieder als Antragsteller kostenlos durch:

  • Zusendung eines Antragsformulars mit Detailinformationen
  • Information über erforderliche Dokumente und Kosten
  • Informationen über Anerkennung der Praxisnachweise und der Praxis
  • auf Wunsch Überprüfung des Antrags vor Einreichung durch gesetzeskundige und erfahrene eigene Experten
  • Weiterleitung des Antrags an das zuständige Ministerium

Für weiterer Fragen steht Ihnen der VÖI gerne zur Verfügung.

Quelle: „der ingenieur" - Zeitschrift des Verbandes Österreichischer Ingenieure (www.voi.at)